Der Tunnel am Ende des Lichts
30.07.2010
Die Katastrophe von Duisburg. Panische Schuldsuche statt psychologischer Situationsanalyse. Ein psychologischer Kommentar von Heinz Grüne.
Das Drama von Duisburg hat uns erfasst wie ein medialer Tsunami und bedeutet für die meisten von uns die schlimmste, vorstellbare Verkehrung von der feierlustigen, sommerlichen Partyfreude zu todesdunklem Entsetzen.

Dies wurde uns praktisch live in die Wohnstuben gebracht und sorgte für die lähmende Schreckens-Starre, welche bis jetzt und vermutlich noch länger anhält. Die konkreten Ereignisse sind passiert und schockierend schlimm. Doch das nachfolgende Geschehen (Erklärungen, Aufbereitungen, Rekonstruktionen, Zuweisungen von Verantwortungen) behält offenbar den Modus des Entsetzlichen, Unfassbaren und Panischen bei. Was geschieht da und warum?

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