Die ARD als zentrale Orientierungs-Instanz im Wirbel der neuen Medien
Die ARD als zentrale Orientierungs-Instanz im Wirbel der neuen Medien
12.07.2005

rheingold - Untersuchungen mit 1.404 Tiefeninterviews und 25 Gruppendiskussionen in den vergangenen drei Jahren ergaben: Die ARD führt die Zuschauer zwar nicht in begeisternde Stimmungswelten wie die privaten Sender, sie ist aber für die Bevölkerung unverzichtbar.

Der ARD wird generell mit einer hohen vertrauens - und respektvollen Einstellung begegnet. Im Wirbel der Neuen Medien, der kulturellen Ausdifferenzierungen und Unübersichtlichkeit wird sie als eine zentrale Orientierungs-Instanz erlebt, die maßgeblich den eigenen Alltag mitprägt und eine kulturelle Verankerung der Bevölkerung ermöglicht. In der Wahrnehmung der Zuschauer erzeugt die ARD eine Art mediale Leitkultur: Sie kreiert durch ihre Programme den Rahmen eines verbindenden Gemeinschaftsgefühls und markiert, was im Weltgeschehen und in der Region wirklich wichtig ist. Durch ihren regionalen Bezug fungiert sie als Knigge des öffentlichen Lebens und präsentiert prägnante Orientierungsgestalten, die eine kulturelle Vorbild-Funktion erfüllen. Mit dieser Wahrnehmung durch die Zuschauer unterscheidet sich die ARD deutlich von ihren kommerziellen Mitbewerbern.
Insgesamt acht psychologische Aspekte prägen die Einstellungen der Zuschauer gegenüber der ARD.

© 2015 rheingold