Italiener backen wieder
Italiener backen wieder
20.05.2015
Die Italiener kriegen wieder mehr gebacken. Warum selber kochen und backen in Italien aktuell so stark in Mode ist, diesem Trend war rheingold in Bella Italia auf der Spur. Es ist wie Renaissance von Innen: Während italienische Männer in Politik und Wirtschaft versagen, halten die Mütter das Land zusammen.

Dass Essen in Italien einen wichtigen Stellenwert hat, ist nichts Neues. Aktuell lässt sich in Italien jedoch ein Trend beobachten, der einen besonderen Fokus auf das Kochen und das Backen wirft. Immer mehr italienische Frauen verspüren das Bedürfnis, selbst Hand an zu legen, alte Familienrezepte auszugraben und die einfache, traditionelle italienische Küche zu pflegen.

rheingold hat das Phänomen beforscht und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen. Während nämlich das Vertrauen in Männer aus Politik und Wirtschaft durch die Finanzkrise stark in Mitleidenschaft gezogen ist und große Institutionen keine Sicherheiten mehr bieten, kommt die Veränderung aus dem kleinen Kreis der Familie bzw. von den Frauen und Müttern. Wo die Krise Unsicherheiten erzeugt, entsteht ein starkes Bedürfnis nach individueller Kreation, nach Kontrolle, Sicherheiten und wirklichen Resultaten. Diese scheinen italienische Frauen aktuell am Herd zu finden und somit eine Veränderung ganz konkret ‚in der Hand‘ zu haben, indem einzelne Zutaten zu einem Ganzen geformt und in ein vorzeigbares Resultat verwandelt werden.

Die Rückkehr zu alten kulinarischen Werten ist daher auch gleichzeitig ein Blick nach vorne: Italien möchte endlich wieder etwas gebacken kriegen.
© 2015 rheingold