Psychologische Timeslots bei der TV - Planung
Psychologische Timeslots bei der TV - Planung
12.07.2005

Es hat sich herumgesprochen, dass soziodemographische Zielgruppendefinitionen alleine angesichts der Fülle konkurrierender Programmangebote kein ausreichendes Planungstool für die Programmierung darstellen. Eine Ergänzung um eine psychographische Zielgruppencharakterisierung gehört heute fast schon selbstverständlich zur Programmplanung.

Aber auch dies reicht noch nicht aus! Es kommt nämlich nicht nur darauf an, immer genauer zu wissen, wer vor dem Fernseher sitzt, sondern in welcher Stimmung oder Rezeptionsverfassung der Zuschauer sich gerade befindet. Von der jeweiligen aktuellen Rezeptionsverfassung des Zuschauers hängt es nämlich im Wesentlichen ab, ob ein Programmangebot die Bedürfnisse der Zuschauer befriedigt oder nicht. Auch qualitativ hochwertige Formate können schlechte Reichweiten erzielen, wenn sie zur falschen Zeit platziert sind und somit an der Rezeptionsverfassung des Zuschauers scheitern.

Diese Rezeptionsverfassungen sind weder willkürlich noch interindividuell völlig heterogen! Zahlreiche rheingold-Studien haben gezeigt, dass es eine begrenzte Anzahl von Rezeptionsverfassungen gibt, aus denen jeweils spezifische Erwartungen an ein Programmangebot resultieren.

© 2015 rheingold