Was wollen wir essen?
Was wollen wir essen?
11.10.2013
Gibt es für jede Lebensphase das passende Produkt? Das rheingold Institut ist im Auftrag der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG in einer qualitativen Verbraucherstudie der Frage nachgegangen, wie stark spezifische Lebensabschnitts-Themen bei Verbrauchern die grundlegenden Erwartungen und Ansprüche im Bereich Lebensmittel beeinflussen. Und welche spezifischen Lebensabschnitts-Themen sich überhaupt identifizieren lassen.

Produkte, die auf die Bedürfnisse der Verbraucher zugeschnitten sind, haben das größte Potential auf dem Markt. Die Ansprüche der Konsumenten unterscheiden sich jedoch erheblich. Dabei spielen nicht allein individuelle Bedürfnisse eine Rolle, nicht allein das Alter, die Herkunft, die Sozialisation oder individuelle Vorlieben. Auch gesamtkulturelle Entwicklungen und Trends verändern die Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen an Ernährung und Nahrungsmittel. Dass zum Beispiel ein Salat jemals mehr als eine Beilage sein und – entsprechend dimensioniert und aufgehübscht - sogar als Hauptgang akzeptiert werden könnte, wäre vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen.

Bei genauem Hinsehen lässt sich feststellen, dass sich auch Lebensphasen bzw. Übergänge von einer Phase in die nächste, auf die Ernährungsgewohnheiten auswirken können. So stellen beispielsweise Eltern nach der Geburt des ersten Kindes häufig die eigene Ernährung völlig um. Ein anderes Beispiel sind Jugendliche, die sich von Süßigkeiten abwenden, speziell von Angeboten, die sich im ganzen Look and Feel als naiv buntes, fröhlich harmloses ‚Kinderprodukt‘ präsentieren. Kaum ein Jugendlicher freut sich noch über ein Überraschungsei, welches ihn mit 4 oder 6 Jahren noch begeisterte.

Im Rahmen der Studie wurden 50 Verbraucherinnen und Verbraucher in jeweils 2-stündigen face-to-face Interviews zu ihrer aktuellen Ernährungswirklichkeit, aber auch zu ihrer Ernährungsbiographie psychologisch vertiefend befragt. Dies wurde flankiert durch ein „Consumption Diary“, in dem die Befragten über eine Woche lang Tagebuch darüber führten, in welchen konkreten Situationen und unter welchen Rahmenbedingungen sie welche Lebensmittel konsumierten.

Die Ergebnisse der Studie wurden in einer 8-seitigen Broschüre zusammengefasst, die hier zum Download bereitliegt.
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