Zweisamkeit im Bad
Zweisamkeit im Bad
01.09.2006

Baden zu zweit ist Beziehungspflege! Laut einer repräsentativen Umfrage steigen 25 Prozent der deutschen Paare gerne zu zweit in die Badewanne. Die ungebrochene Lust an dem zweisamen Vergnügen ist nachvollziehbar, denn Wasser gilt seit jeher als das Element, das Körper und Seele in Einklang bringt und das Gefühl vermittelt, eins zu sein. Im Auftrag von Kaldewei, Europas Nr. 1 in Badewannen, ist das rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen jetzt dem Trend zum gemeinsamen Bad in einer tiefenpsychologischen Studie auf degggn Grund gegangen. Unter dem Titel „Baden, Duschen, Whirlen zu zweit“ wurden repräsentativ ausgewählte Paare über ihre grundlegenden Zugangsmotive, Vorlieben und Erfahrungen beim Badeerlebnis zu zweit befragt.

Von der Körperpflege zur Beziehungspflege

Die Ergebnisse der Studie belegen, dass Baden, Duschen und Whirlen zu zweit eine positive Wirkung auf die Paarbeziehung haben und die Verbindung zwischen den Partnern darüber hinaus sogar erneuern und intensivieren kann. Eine Erklärung dafür liegt in der psychologischen Wirkung des Badens, Duschens und Whirlens: Es löst die alte seelische Verfassung auf und leitet einen Neubeginn ein. Während es bei der alleinigen Nutzung der Bade-, Dusch- oder Whirlwanne primär um Entspannungs- und Körperpflegeaspekte geht, steht bei einem gemeinsamen Badegenuss die Beziehung zwischen den Partnern im Mittelpunkt. In diesem psychischen „Auflösungs- und Erneuerungsprozesses“ werden alltägliche Verhaltensmuster aufgeweicht und eine Art seelischer Neubeginn der Beziehung möglich. Frei nach dem Motto: Beziehungspflege statt Körperpflege.

Bereits in den Grundlagenstudien zur Psychologie des Badens und Whirlens wurde deutlich, dass sich Baden, Duschen und Whirlen hinsichtlich ihrer erreichbaren Tiefe und Intensität grundlegend unterscheiden. So hat auch die „Beziehungspflege“ beim Badegenuss zu zweit jeweils eine andere Qualität, je nach dem ob gemeinsam gebadet, gewhirlt oder geduscht wird.

Baden zu zweit ist Beziehungspflege

Im Rahmen der Studie wurde deutlich, dass dem gemeinsamen Wannenbad in punkto Beziehungspflege die größte Bedeutung zukommt. Aufgrund seiner stark entgrenzenden, auflösenden und zugleich auch verbindenden Wirkung, wird das Bad zu zweit von den Befragten als wesentlich intimer und intensiver erlebt, als Duschen oder Whirlen. Baden setzt ein hohes Maß an Vertrauen voraus und wird von Paaren häufig prophylaktisch eingesetzt, um die Vertrautheit zu stärken und die Liebe jung zu halten. Anders als bei gewöhnlichen Beziehungsgesprächen, kann man in der Badewanne zudem leibhaftig spüren, was Beziehung ausmacht. Vorausgesetzt, beide Partner lassen sich gleichermaßen auf das Erlebnis ein, löst das warme Wasser die Grenzen des Einzelnen auf und lässt die Partner miteinander „verschmelzen“.

Der gemeinsame Prozess beginnt bereits bevor man in die Wanne steigt. Man nimmt sich bewusst Zeit füreinander und verwandelt das Bad mit romantischen Accessoires in eine Wohlfühloase. Baden zu zweit wird daher als (Kurz-)Urlaub vom eintönigen Beziehungsalltag beschrieben, bei dem man sich als Paar – wie bei einem Rendezvous – neu begegnen und entdecken kann. Darüber hinaus eröffnet die „Auflösung“ der Alltagsverfassung auch Spielräume für die erotische Erneuerung der Partnerschaft. Dieser Annäherungsprozess wird oft auch nach Beendigung des gemeinsamen Bades fortgesetzt.

Das Whirlbad – Jungbrunnen für die Paarbeziehung

Wie bereits die Vorgängerstudie zur Psychologie des Whirlens belegt, nimmt das Whirlbad in der Wahrnehmung der Deutschen nach wie vor eine Sonderstellung ein. Im Vergleich zum normalen Wannenbad verbinden die Befragten mit dem Whirlen etwas nicht Alltägliches, Luxuriöses und Extravagantes. Auch Baden und Whirlen zu zweit haben im Hinblick auf die Intensität der Beziehungspflege einen unterschiedlichen Charakter: Das anregende, stimulierende Whirlbad wirkt mehr wie ein Jungbrunnen für die Beziehung, der die Lebens- und Liebesgeister reaktiviert. Beim Whirlen zu zweit geht es zudem häufiger um körperliche Erregung und Sexualität als beim Baden. Die Whirl-Funktion ist dabei ein zusätzliches, aktiv stimulierendes Element, das die Partner anregt und Berührungen intensiviert.

Duschen zu zweit: Frische-Kick für die Liebe

In Relation zum Baden und Whirlen ist Duschen psychologisch ein Prozess, der weniger Tiefenwirkung entfaltet, gleichzeitig aber wacher und aktiver getönt ist. Duschen zu zweit wird als die oberflächlichste Form der Beziehungspflege im Bad erlebt. Gemeinsam geduscht wird generell spontaner, ohne romantische Inszenierungen. Die Partner bleiben zudem separierter. Auch Momente intensiver Vertrautheit werden nicht unter der Dusche, sondern in der Bade- oder Whirlwanne gesucht. Duschen zu zweit kann demnach als „Frische-Kick“ für die Paarbeziehung bezeichnet werden. Beim gemeinsamen Duschen springt die Beziehung kurz unter die Dusche, um sich mal eben frisch zu machen.

Zweisamkeit im Bad hält die Beziehung lebendig

Mehr als zwei Drittel der Trennungen sind heute auf eine generelle Unzufriedenheit der Partner mit der Beziehung zurückzuführen. Die Studie „Baden, Duschen, Whirlen zu zweit“ zeigt den Stellenwert, den das heimische Bad in seiner heutigen Funktion insbesondere für die Partnerschaft hat. Bei geeigneter Ausstattung wird das Bad zu einer „Beziehungs-Oase“, in der man sich als Paar wieder neu begegnen und die Beziehung auffrischen kann. Dabei braucht Beziehungspflege im Bad wenig Worte – sie funktioniert sinnlich, leibhaftig und wohltuend einfach.

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