rheingold für ESOMAR Excellence Award 2008/09 nominiert
rheingold für ESOMAR Excellence Award 2008/09 nominiert
28.11.2008

Bei der diesjähringen ESOMAR Qualitative Conference in Instanbul wurde die internationale rheingold-Studie ‚Intimate and Intimidating – Understanding Trends and Patterns in Food and Eating Culture’ vorgestellt.

Die Studie analysiert das Ernährungsverhalten von Verbrauchern in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Spanien, UK und den USA. Dezidiert wird auf die Dualität zwischen Ernährungsidealen und –realitäten, neue Food-Trends, kulturelle Besonderheiten, Food-Verfassungen und die resultierenden Chancen für die Food-Industrie eingegangen.

Eine international besetzte Jury hat die rheingold-Studie für den ESOMAR Excellence Award nominiert, der am Ende der ESOMAR-Verstaltungssaison 2008/09 verliehen wird. Mit der Nominierung würdigt die Jury die Qualität des Beitrages, die Kreativität und Innovativität des Forschungsansatzes sowie die Relevanz der Studie für das Marketing.

Die Konferenz in Instanbul hat erneut den starken Innovationsdruck veranschaulicht, unter dem die Branche aktuell steht. Qualitative Forschung wird vielfältig und zunehmend heterogen. Die Anbieter experimentieren mit online-Tools und ethnographischen Techniken oder Kombination aus allem. Wichtig scheint zu sein, dass die qualitative Marktforschung involviert oder einen Event-Charakter erhält.

Auch in dieser Hinsicht gibt die rheingold-Food-Studie ein Statement ab. Es wurden Online-Tools zur Vorbereitung auf die psychologischen Explorationen genutzt. Sie dienten dazu, die faktische Seite der Ernährung zu dokumentieren und Meinungen und Ansichten zum Thema zunächste zu sammeln. In rheingoldInterviews wurden die verkürzten und stark geschönten Online-Erzählungen der Probanden vertieft und belastet. Gerade die Exploration dieser Reibungspunkte zwischen den online dokumentierten Ernährungsidealen und den im Interview offen gelegten Realitäten hat sich als enorm fruchtbar erwiesen (Cover Story <-> Impact Story).

Festzuhalten ist, dass der Werkzeugkasten des qualitativen Forschers immer größer wird. Zum einen erhöht sich dadurch die Gefahr, das eigentliche Ziel aus den Augen zu verlieren, nämlich den Verbraucher wirklich zu verstehen. Zum anderen fordert die Vielfalt der Möglichkeiten umso mehr Orientierung in Form einer explizierten Forschungsperspektive, damit die neuen Tools auch tatsächlich sinnvoll eingesetzt werden. Dies ist aus rheingold-Sicht ein klares Argument für die Morphologische Markt- und Medienforschung. Frei nach dem Motto: ‚Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.’

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