Interview: Stephan Grünewald zum Schwenken von Deutschlandfahnen in Zeiten der AfD


Wie unbeschwert können wir noch die schwarz-rot-goldenen Farben schwenken, wenn die AfD die Nationalflagge immer mehr politisch instrumentalisiert? Ein Interview im Magazin „Stern“ mit dem Psychologen Stephan Grünewald.


Herr Grünewald, jetzt schwenkt die Fußballnation wieder die Fahnen. Zugleich versucht die AfD, Schwarz-Rot-Gold für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Wie ist das Verhältnis der Deutschen zu ihrer Flagge?

Grünewald: Das Verhältnis zur Flagge ist ambivalent. Die Deutschen haben kein fest verankertes Selbstbild wie die Briten, Franzosen oder Amerikaner. Die Deutschen sind immer auf der Suche nach sich selbst. Bis zur WM 2006 hatten wir ein sehr distanziertes Verhältnis zu Schwarz-Rot-Gold, gerade in den linksintellek-tuellen Kreisen war es verpönt, sich offen zu Deutschland zu bekennen, die Fahne zu schwenken. Mitunter galt es sogar als chic zu Holland zu halten. Man suchte unschuldige Ersatzsymbole: die D-Mark, die deutsche Autos, auch die Nationalmannschaft, das waren Identitätsurogate zu denen man sich bekennen konnte.

Das komplette Interview finden sie auf stern.de.

Der rheingold Experte

Stephan Grünewald


Der Psychologe Stephan Grünewald (57) aus Köln ist Gründer des Markt- und Medienforschungsinstituts rheingold. Er führt Marktforschung für Marken und Konzerne mittels 7.000 Tiefeninterviews im Jahr durch, gilt als Shootingstar der Branche. Grünewald wurde u.a. mit den Büchern „Deutschland auf der Couch“ (2006) und „Die erschöpfte Gesellschaft“ (2013) Bestseller-Autor.

Tel.: +49 221-912 777-17
E-Mail: gruenewald@rheingold-online.de

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