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wir laden Sie herzlich zur digitalen Vorstellung unserer psychologischen Studie ein:
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Neue Zeiten für Verantwortung
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Pressemitteilung SPERRFRIST 09.07. 2026 11:00
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Arbeitswelt als Insel der Stabilität – Studie zu Verantwortung in unsicheren Zeiten
Qualitative Studie von ifp und rheingold zeigt einen kulturellen Wandel zwischen Generationen – mit Folgen für Führung und Arbeitswelt.
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Köln, 09. Juli 2026 – Verantwortung gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Funktionieren von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Gleichzeitig entsteht heute oft der Eindruck, dass insbesondere jüngere Menschen weniger bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Doch stimmt dieser Eindruck? Was bedeutet Verantwortung heute eigentlich noch? Und wie erleben Menschen Verantwortung in einer Zeit, die von Krisen, Unsicherheit und wachsendem Veränderungsdruck geprägt ist?
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Um diese Fragen zu beantworten und die Bedeutung von Verantwortung für Führung, Arbeitswelt und gesellschaftlichen Zusammenhalt psychologisch besser zu verstehen, hat das ifp – Executive Search. Management Diagnostik. gemeinsam mit dem rheingold Institut eine qualitative Studie durchgeführt.
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Verantwortung wird neu verhandelt
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Die Studie zeigt: Die Bereitschaft zur Verantwortung verschwindet nicht. Sie zieht sich jedoch zunehmend auf Bereiche zurück, in denen Menschen Wirkung, Sinn und Resonanz erleben: im Beruf, in der Familie, bei den eigenen Finanzen und im persönlichen Umfeld. Für das große gesellschaftliche Ganze fehlt dagegen oft das Vertrauen, dass der eigene Beitrag zählt. Außerdem gibt es zunehmend Ängste, dass Fehler öffentlich abgestraft werden. Verantwortung wird daher neu verhandelt: weg vom abstrakten Pflichtgefühl, hin zu konkreter Wirksamkeit.
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Die Arbeitswelt wird zum stabilen Verantwortungsraum
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Die Arbeitswelt wird für viele Menschen zu einer der letzten Stabilitätsinseln in einer unsicher gewordenen Gesellschaft, obwohl sie selbst stark von Umbrüchen betroffen ist. Während gesellschaftliche Zusammenhänge häufig als unübersichtlich erlebt werden, bietet Arbeit für viele Menschen noch klare Rollen, Erwartungen und Zuständigkeiten.
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„Die Arbeit ist in der Gegenwartskultur eine der letzten Zufluchtsstätten, in der Verantwortung gelingen kann“, sagt Studienleiterin Judith Barbolini vom rheingold Institut. Viele Befragte beschreiben Arbeit als einen Raum, in dem sie Selbstwirksamkeit, Orientierung und Anerkennung erfahren. Damit übernehmen Unternehmen zunehmend stabilisierende Funktionen.
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Führung wird damit mehr denn je zu einer Beziehungsaufgabe, in der sich das Verhältnis der Akteure jedoch gerade neu sortiert.
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Neues Verständnis von Verantwortung – Jüngere wollen gemeinschaftlichen Prozess
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Die Studie identifiziert einen grundlegenden kulturellen Wandel im Verständnis von Verantwortung. Ältere Generationen verbinden Verantwortung häufig mit Leistung, Kontrolle und persönlichem Einsatz. Verantwortung bedeutet für sie, das Steuer zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und auch unter schwierigen Bedingungen verlässlich zu bleiben.
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Jüngere Generationen verstehen Verantwortung dagegen stärker als gemeinschaftlichen Prozess. Für sie stehen Sinn, Zugehörigkeit, Orientierung, Dialog und ein respektvoller Umgang miteinander stärker im Vordergrund. Verantwortung wird als Möglichkeit verstanden, gemeinsam etwas zu gestalten.
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„Wir befinden uns in einer Übergangsphase zwischen zwei Verantwortungskulturen“, sagt Judith Barbolini. „Das alte Modell einer von Status, Macht und Konsequenz geprägten Verantwortung verliert an Bindungskraft. Das neue Modell, in dem es stärker um Sinn, Gemeinschaft und Resonanz geht, hat sich aber noch nicht vollständig etabliert.“
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Hürden vor der Verantwortungsübernahme: Kritik aushalten und Scheitern riskieren
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Dadurch entsteht oft ein Verantwortungs-Vakuum. Einerseits ist der Wunsch nach Selbstwirksamkeit groß. Andererseits fällt es vielen schwerer, die belastenden Seiten von Verantwortung zu tragen: unbequeme Entscheidungen zu treffen, Kritik auszuhalten oder Scheitern zu riskieren. Stephan Grünewald, Psychologe und Gründer des rheingold Instituts, sieht darin eine zentrale Spannung der Gegenwart: „Wir wollen die Vorteile der Verantwortung erleben, aber nicht mehr ihre Last und Bürde tragen. Wir suchen Gestaltungsspielräume, dürfen uns aber nicht angreifbar machen. Wir wollen Einfluss haben, ohne Schuld auf uns zu laden.“ Verstärkt werde dies durch eine gesellschaftliche Kultur, in der Fehler immer schneller moralisch bewertet und öffentlich sanktioniert werden.
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Grundlage der Untersuchung waren 32 zweistündige tiefenpsychologische Einzelinterviews sowie zwei Gruppendiskussionen mit insgesamt 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter von 12 bis 60 Jahren.
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Die komplette Pressemitteilung oder ein Interview können Sie hier anfragen:
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Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, Ihre Fragen und den gemeinsamen Blick in die Arbeitswelt.
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