Warum der Penny-Spot den Nerv der jungen Generation trifft

Die Verpuppung in einen Kokon ist in der Insektenwelt ein notwendiger Entwicklungsschritt. Doch eine Entfaltung ist nur möglich, wenn der Kokon geöffnet wird und der Schmetterling ins Freie fliegen kann. Wir können die jetzige junge Generation als Generation ‚Corona Kokon‘ bezeichnen. Heranwachsende sind in der Corona Krise bildlich zurückgedrängt worden in den familiären Kokon. Gewonnener Selbstständigkeit und Freiheit sind sie beraubt worden. Sie sind unfreiwillig in das Zuhause der Eltern zurückgekehrt oder haben mehr Zeit mit ihnen verbracht, als es für frühere Generationen in dem Alter üblich war. Sie zogen sich ins heimische Nest zurück, spielten mit den Eltern Gesellschaftsspiele, kochten gemeinsam und ließen sich wieder vollversorgen. Als Familie rückten sie näher zusammen.

Das stärkte bei vielen den Zusammenhalt. Einige Eltern beschrieben, dass sie es genossen, mehr von ihren Kindern mitzubekommen. Aber es war eben auch ein unfreiwilliger Rückschritt – zurück in den Kokon. Ihr Gestaltungsraum wurde enorm beschnitten. Eine mitunter gemütliche, doch eben auch unausweichliche Enge, ein Lebensraum, der keine Entfaltung erlaubt. Ausbrüche, die in der Jugendzeit nicht nur obligat, sondern auch entwicklungsnotwendig sind, konnten sie nicht machen. Denn Ausgehen, sich verlieben, experimentieren, sich betrinken und mit Gleichaltrigen abhängen ist mehr als einfach nur Party machen, es ist eine essenzielle Entwicklungsaufgabe, die durchlebt werden muss. So sind auch Schulen weitaus mehr als eine reine Lerninstitution. Sie sind wie Vereine, und Jugendhäuser auch eigene Entwicklungsräume der Heranwachsenden, in denen sie sich jenseits des elterlichen Blicks ausprobieren und entwickeln können, ja müssen.

Die junge Generation „Corona Kokon“ ist zunehmend verunsichert.

Corona ist hart, besonders für junge Menschen. Heranwachsende fühlen sich vereinsamt und haben trotzdem Schwierigkeiten, sich wieder raus ins Leben zu wagen. Sie fühlen sich nicht ernst genommen und erleben eine Diskrepanz zwischen dem geleisteten  Verzicht und der Bedeutung, die ihren Bedürfnissen zugestanden wird. Diese schwierige Situation thematisiert der Penny Weihnachts-Spot mit durchschlagendem Erfolg.

Es ist Heranwachsenden nicht bewusst, dass viele Dinge, die ihnen Spaß bereiten, auch eine essentielle Notwendigkeit in ihrer Entwicklung darstellen. Feiern, Abenteuer erleben, sich messen – all das sind wichtige Schritte zum Erwachsenwerden. So stellen sie ihre eigenen Bedürfnisse in Frage, stellen sich hinten an, ohne zu wissen, dass dies eine Entwicklungslücke bei ihnen hinterlässt.

Zudem steht diese Zeit in einem radikalen Gegensatz zu der Zeit vor der Krise. Vor allem durch die FFF-Bewegung hatte die junge Generation erfahren, wie wirkstark sie sein kann. Nun erleben sie einen drastischen Verlust ihrer Selbstwirksamkeit.

Hatten sie auch vor der Krise schon Schwierigkeiten, sich festzulegen, verlieren sie noch mehr die Orientierung. Der Kokon hat sie verschluckt.

Dieses Dilemma greift der neue Penny-Spot auf und zeigt, worauf die Generation ‚Corona Kokon‘ verzichten musste. Penny schafft es, dass sich die unverstandene Jugend plötzlich verstanden fühlt. Durch einen klug gemachten Werbespot!

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Birgit Langebartels

Birgit Langebartels


Birgit Langebartels, Diplom-Psychologin, ist Account-Managerin und Leiterin Kids & Family Research beim Kölner Marktforschungsinstitut rheingold. Sie forscht auf den Gebieten Frauen, Gesellschaft/Kultur/Trends sowie Pharma/Gesundheit und ist seit 1999 bei rheingold erfolgreich tätig.

Tel.: +49 221-912 777-14
E-Mail: langebartels@rheingold-online.de

Die Forschungsergebnisse des rheingold instituts basieren auf qualitativer Marktforschung und tausendfachen tiefenpsychologischen Interviews.