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In einer zunehmend maroden und brüchigen Welt sind Supermärkte und Discounter Orte der Stabilität: Hier finden die Menschen eine funktionierende Infrastruktur mit vollen Regalen und verlässlichen Öffnungszeiten, das Gefühl der Wahlfreiheit und oft die Wertschätzung des Händlers.

Aber was führt dazu, dass Einkaufende bestimmte Händler präferieren und andere kaum nutzen?

Dieser Frage ist das rheingold-Institut im Auftrag von TCC Global (Spezialanbieter für Loyalty-Kampagnen und -Plattformen im Handel, Treueprogramme für Händler) in einer groß angelegten tiefenpsychologischen Studie nachgegangen.

Neben rationalen Faktoren wie Nähe, Parkmöglichkeiten und finanzieller Situation zeigt sich: Auch die momentane Seelenlage entscheidet mit, welchen Händler man gerade aufsucht. Denn die Händler repräsentieren unterschiedliche Stimmungswelten und verschiedene Krisenstrategien, die situativ erprobt oder aufgesucht werden.

Edeka zu Selbstberuhigung

Edeka hilft, Krisen einfach auszublenden: eine gediegene, gepflegte Wohlfühloase, die Sicherheit und Wohlstand vermittelt. Der Einkauf wird zum rituellen Akt der Selbstberuhigung.

Rewe als pulsierender Hafen

Rewe steht für einen optimistischen, zukunftsorientierten Umgang mit Krisen. Im lebendigen, quirligen Ambiente haben Kunden das Gefühl, am Puls der Zeit zu sein und sich zu "rewitalisieren" – ein pulsierender Hafen mit modernen Trends von To-go-Produkten bis Scannerkassen.

Aldi spart seelische Kosten

Aldi hilft, sich auf das Notwendigste zu konzentrieren. Niedrigpreise, klare Wegeführung und strikte Trennung von Food und Nonfood sparen auch seelische Kosten: Wie auf einer Konsumautobahn bewegen sich die Kunden nüchtern, schnell und routiniert – stets in Kontrolle.

Auf Jagd im Lidl

Lidl ist eine Art Übungsplatz für Selbstoptimierung im täglichen Überlebenskampf. Jeder boxt sich durch die Fülle an Aktionswaren, eine „wilde Schnitzeljagd", bei der Kunden Wachheit, Schnelligkeit und Schnäppchen-Kompetenz trainieren.

Im Schutzraum bei Penny

Penny bietet eine entspanntere Atmosphäre: kleine Ladenfläche, warmes Licht, freundliches Personal. Ein fürsorglicher Schutzraum, in dem sich jeder willkommen fühlt und über kleine Entdeckungen wie eine extragroße Haribo-Tüte freut.

Krisenresilient im Netto

Netto (alte Läden) ermöglicht, Krisen-Resilienz einzuüben: Lücken in den Regalen, abgenutzte Böden – doch das spartanische Sortiment bietet Sparmöglichkeiten und eine solidarische Notgemeinschaft. Kunden berichten von Erfahrungen der Toleranz und Solidarität, die in einer Welt im Umbruch ebenso tröstlich wie bestärkend sind.

Für Handelsketten heißt das: Kundenbindung entsteht nicht allein über Preis und Sortiment, sondern auch darüber, welche seelische Funktion sie im Alltag der Kunden übernehmen. Wer diese Funktion in der Tiefe kennt, weiß auch, wo sich Bindung heute wirksam fördern lässt.

Möchten Sie darüber sprechen, welche psychologische Bedeutung Ihre Marke in der Krise hat? Dann schreiben Sie uns gerne, wir freuen uns auf den Austausch.

Herzliche Grüße,
Ihr rheingold Team

rheingold GmbH & Co KG
Hohenzollernring 103
50672 Köln
T.: +49 221 466828-0
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