rheingold-Jugendstudie: Generation Corona macht Turbo-Pubertät im Treibhaus

Die Generation der 15- bis 19-Jährigen hat wegen der Pandemie mit psychischen sowie körperlichen Problemen zu kämpfen. Gleichzeitig sind viele auch an den Herausforderungen gewachsen, haben sich smart angepasst und zum Teil erstaunliche Kompetenzen entwickelt. Das sind die zentralen Ergebnisse einer tiefenpsychologisch-qualitativen wie auch repräsentativ-quantitativen rheingold-Jugendstudie, die rheingold im Auftrag vom Stern-Magazin durchgeführt hat.

„Die Corona-Zeit war für die Jugendlichen wie ein Aufwachsen im Treibhaus. Sie mussten unter kontrollierten Bedingungen sehr schnell sehr groß werden“, sagt Diplom-Psychologin Birgit Langebartels, die die rheingold-Jugendstudie geleitet hat. Geschüttelt von Strukturverlusten, dem Verlust sozialer Beziehungen in der Peer Group und familiärer Enge mussten sie lernen, auf widrige Bedingungen zu reagieren. 61 Prozent haben sich oft einsam gefühlt, fast die Hälfte der Befragten sind unsicher im Umgang mit Menschen geworden und sogar 80 Prozent fühlten sich von der Politik nicht beachtet.

Doch auch die Lerneffekte in dieser Zeit waren groß und viele haben sich außerordentlich stark entwickelt. „Teilweise haben die Jugendlichen geradezu ein Turbowachstum hingelegt, sich unabhängig von der Schule digital unterrichtet, neue Sportarten erlernt und ihren Freundeskreis gefestigt“, erklärt Langebartels. 70 Prozent der Jugendlichen haben das Gefühl, sie sind durch die Pandemie stärker geworden, 60 Prozent haben in einzelnen Lebensbereichen Neues gelernt für ihr zukünftiges Leben.

Kompetenz-Zuwachs in Eigeninitiative

Von der Schule fühlten sich die meisten Jugendlichen mehr oder weniger im Stich gelassen. Viele hatten das Gefühl, in den vergangenen zweieinhalb Jahren ins Nichts zu arbeiten. Oft habe es nicht wirklich interessiert, ob sie ihre Hausaufgaben machten oder überhaupt am Unterricht teilnahmen. Viele haben eine starke Überforderung gespürt, auch bei den Lehrkräften. Trotzdem war auch im Bereich Bildung ein Kompetenz-Zuwachs zu verzeichnen – allerdings mehr in Eigeninitiative. So berichteten viele, dass sie sich selbst diszipliniert und Lerninhalte zum Beispiel per Youtube angeeignet haben. Zu lernen, wie sie am besten lernen, ist womöglich einer der bedeutendsten positiven Nebeneffekte der Pandemie.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel auf horizont.net zur rheingold-Jugendstudie.

zu horizont.net

Sprechen Sie uns an.

Birgit Langebartels

Birgit Langebartels


Birgit Langebartels, Diplom-Psychologin, ist Account-Managerin und Leiterin Kids & Family Research beim Kölner Marktforschungsinstitut rheingold. Sie forscht auf den Gebieten Frauen, Gesellschaft/Kultur/Trends sowie Pharma/Gesundheit und ist seit 1999 bei rheingold erfolgreich tätig.

Tel.: +49 221-912 777-14
E-Mail: langebartels@rheingold-online.de

Die rheingold-Jugendstudie ist im Auftrag vom Stern-Magazin durchgeführt worden. Sie basiert auf tiefenpsychologischen Interviews mit den betroffenen Jugendlichen.