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Guten Tag Abonnent,

wer übernimmt heute eigentlich noch Verantwortung? Und worauf können wir uns gegenseitig verlassen?

Wir haben im rheingold Institut aktuell zum Thema Verantwortung geforscht. Zentraler Befund: Verantwortung verändert sich gerade fundamental und genau das hat handfeste Folgen für Führung und Unternehmenskultur.

Die Arbeitswelt wird zur letzten Stabilitätsinsel


Unsere neue Studie "Neue Zeiten für Verantwortung" mit dem ifp – Executive Search. Management Diagnostik. zeigt: Während gesellschaftliche Zusammenhänge zunehmend unübersichtlich erlebt werden, bietet die Arbeitswelt vielen Menschen noch klare Rollen, Erwartungen und Zuständigkeiten. Unternehmen übernehmen dadurch ungewollt eine neue Rolle, sie werden zu einem der wenigen Orte, an denen Verantwortung noch gelingen kann. Für Führungskräfte heißt das: Verantwortung wird mehr denn je zur Beziehungsaufgabe.

Bereitschaft zur Verantwortung zieht sich zurück – oder?


Verantwortung gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für das Funktionieren von Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Gleichzeitig entsteht heute oft der Eindruck, dass insbesondere jüngere Menschen weniger bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Doch stimmt dieser Eindruck? Verantwortung verschwindet nicht, sie verlagert sich auf die Bereiche, in denen Menschen noch Wirkung und Resonanz spüren: Beruf, Familie, das eigene Umfeld.

Für das große gesellschaftliche Ganze fehlt vielen dagegen das Vertrauen, dass der eigene Beitrag überhaupt zählt.

Mangelnde Fehlertoleranz lässt vor Verantwortung zurückschrecken


Eine weitere Hürde ist die Angst Fehler zu machen und dafür an den öffentlichen Pranger gestellt zu werden. „Wir wollen die Vorteile der Verantwortung erleben, aber nicht mehr ihre Last und Bürde tragen“, sagt Stephan Grünewald, Psychologe und Gründer des rheingold Instituts. „Wir suchen Gestaltungsspielräume, dürfen uns aber nicht angreifbar machen.“

Zwei Generationen, zwei Verantwortungslogiken


Ein Ergebnis, das für viele unserer Gesprächspartner:innen aus Führung und HR besonders relevant sein dürfte: Ältere Generationen verstehen Verantwortung oft als Kontrolle und persönlichen Einsatz. Jüngere Generationen dagegen als gemeinschaftlichen Prozess – geprägt von Dialog, Sinn und Zugehörigkeit. Beide Logiken treffen gerade in vielen Organisationen aufeinander, oft ohne dass es benannt wird.

Genau hier zeigt sich, warum das Thema weit über die Studie hinaus relevant ist: Wer versteht, wie sich Verantwortung gerade neu sortiert, kann Führung und Kulturarbeit gezielter gestalten – statt gegen ein Missverständnis zwischen den Generationen anzuarbeiten.
„Wir befinden uns in einer Übergangsphase zwischen zwei Verantwortungskulturen“, sagt Studienleiterin Judith Barbolini. „Das alte Modell verliert an Bindungskraft, das neue hat sich aber noch nicht vollständig etabliert.“

👉Hier finden Sie mehr Ergebnisse zur Studie
👉 Hier finden Sie den Video-Link zur Studien-Präsentation mit Judith Barbolini und Stephan Grünewald


Wenn Sie tiefer einsteigen möchten – etwa mit der Frage, was das für Ihre eigene Führungs- oder Unternehmenskultur bedeutet – melden Sie sich gerne bei uns.

Herzliche Grüße,
Ihr rheingold Team

rheingold GmbH & Co KG
Hohenzollernring 103
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T.: +49 221 466828-0
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